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Hausse an der Börse: Der Aufschwung den Anleger lieben

  • Beitrag zuletzt geändert am:12 Dezember 2023
  • Beitrags-Kategorie:Aktien
  • Lesedauer:13 min Lesezeit

Hausse an der Börse, wenn man das Wort „Börse“ hört, denken viele sofort an rasant steigende und fallende Kurse, riskante Geschäfte und das schnelle Geld. Aber was, wenn ich dir sage, dass es Phasen gibt, in denen fast alles nur in eine Richtung geht: nach oben? Genau das passiert in einer Hausse, und in diesem Artikel erfährst du alles darüber.

Zusammenfassung des Artikels

ThemaBeschreibung
Hausse an der BörseEine Hausse bezeichnet eine Phase an der Börse, in der die Preise über einen längeren Zeitraum hinweg steigen. Investoren sind optimistisch und kaufen vermehrt Aktien, was die Kurse weiter in die Höhe treibt. Eine Hausse kann auch andere Handelsgüter wie Immobilien, Währungen oder Rohstoffe betreffen.
Indikatoren für eine kommende HausseSinkende Arbeitslosenquote, höhere Hochs und höhere Tiefs, Trend in den Marktindizes, akkommodative Zentralbank und steigendes Anlegervertrauen sind Indikatoren, die auf eine bevorstehende Hausse hindeuten können. Diese Indikatoren bieten nützliche Einblicke in die Marktbedingungen, garantieren jedoch keine Hausse.
Historische Beispiele für eine Hausse (Bullenmarkt)Beispiele für Hausse-Phasen sind der längste Bullenlauf von 2009 bis 2019, der wirtschaftliche Boom der 1960er Jahre, die Reagan-Ära von 1982 bis 1987, der Bullenmarkt von Oktober 1990 bis März 2000, und die wirtschaftliche Erholung nach dem Zweiten Weltkrieg von 1949 bis 1956.
Woran erkennt man eine Hausse?Eine Hausse kann anhand von Indikatoren wie sinkender Arbeitslosenquote, höheren Hochs und höheren Tiefs, dem aktuellen Trend in den Marktindizes, einer akkommodativen Zentralbank und steigendem Anlegervertrauen erkannt werden.
Was bringt eine Hausse zum Ende?Eine Hausse kann durch Faktoren wie höhere Inflation, steigende Zinssätze, wirtschaftliche Abkühlung, geopolitische Ereignisse und sinkendes Anlegervertrauen beendet werden.

Hausse an der Börse – Was ist das?

Hausse an der Börse - Bullenmarkt

Eine Hausse ist der Traum eines jeden Anlegers. Das Wort Hausse – oder im Englischen „Bull Market (Bullenmarkt)“ – bezeichnet eine Phase an der Börse, in der die Preise über einen längeren Zeitraum hinweg steigen. Das Gefühl, wenn fast jeder deiner Investments wächst und gedeiht, ist für viele Anleger wie ein Traum. Doch woher kommt dieser Begriff und was steckt genau dahinter?

Die Hausse, im Französischen als „hausse“ bekannt, charakterisiert sich durch steigende Preise und einen Optimismus der Investoren. Oftmals spricht man von einer Hausse, wenn über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten die Preise um mehr als 20% steigen. In dieser Phase sind die Investoren besonders optimistisch und kaufen vermehrt Aktien, was die Kurse weiter in die Höhe treibt. Es entsteht eine Art positiver Rückkopplungseffekt, der den Optimismus und das Investment weiter anheizt.

Aber eine Hausse beschränkt sich nicht nur auf den Aktienmarkt. Auch andere Handelsgüter wie Immobilien, Währungen oder Rohstoffe können von einer Hausse betroffen sein.

Strategien in einer Hausse

Ein kluger Anleger weiß: Nur weil alles nach oben geht, sollte man nicht blind investieren. In einer Hausse gibt es verschiedene Strategien, die angewendet werden können. Diversifikation, also die Aufteilung deines Portfolios auf verschiedene Anlagen, ist hier das Stichwort. Ein ausgewogenes Portfolio hilft, Risiken zu minimieren. Es ist auch wichtig, diszipliniert zu bleiben und nicht überstürzt zu handeln. Viele wählen auch den Ansatz, früh in der Hausse zu investieren, regelmäßig Gewinne mitzunehmen oder einfach dem Markttrend zu folgen.

Doch, wie alles im Leben, hat auch eine Hausse ihr Gegenteil: die Baisse, oder „Bear Market (Bärenmarkt)„. Dies ist eine Phase, in der die Preise fallen und Pessimismus herrscht.

Indikatoren für eine kommende Hausse

Um eine Hausse zu erkennen, gibt es verschiedene Anzeichen, die helfen können.

Indikatoren einer Hausse

IndikatorBeschreibung
Sinkende ArbeitslosenquoteEin Indiz für wirtschaftliche Stärke. Mehr Beschäftigung führt zu erhöhtem Konsum und steigenden Unternehmensgewinnen.
Höhere Hochs und höhere TiefsZeigt einen Aufwärtstrend im Markt an und weist auf allgemeine Wertsteigerungen hin.
Trend in den MarktindizesEin Anstieg von 20% oder mehr in breiten Marktindizes innerhalb von zwei Monaten weist auf eine Hausse hin.
Akkommodative ZentralbankEine lockere Geldpolitik kann die Wirtschaft stimulieren und zu einer Hausse führen.
Steigendes AnlegervertrauenEin hohes Vertrauen führt zu erhöhter Kaufaktivität und steigender Nachfrage nach Aktien.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Indikatoren nicht immer eine Hausse garantieren. Sie bieten jedoch nützliche Einblicke in die Marktbedingungen.

Historische Beispiele für eine Hausse (Bullenmarkt)

Die Geschichte zeigt, dass es immer wieder Phasen des Aufschwungs gibt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über einige der bedeutendsten Hausse-Phasen:

ZeitraumBeschreibungPerformance
2009-2019Längster Bullenlauf in der Geschichte, geprägt durch Geldpolitik und steigendes Anlegervertrauen.S&P 500: +468%
1960er JahreEin wirtschaftlicher Boom in den USA.Dow Jones: Verdoppelung
Reagan-Ära (1982-1987)Geprägt durch Steuersenkungen und Jobwachstum.S&P 500: jährlich +26%
Oktober 1990 – März 2000Einer der längsten Bullenmärkte in der Geschichte.S&P 500: +417%
1990er JahreTechnologieunternehmen boomten mit dem Aufkommen des Internets.Starkes Wachstum im Tech-Sektor
Nach dem Zweiten Weltkrieg (1949-1956)Wirtschaftliche Erholung nach dem Krieg.S&P 500: +454%

Hausse an der Börse – Woran erkennt man sie?

Jeder Anleger möchte den Beginn einer Hausse erkennen, um die besten Chancen zu nutzen. Aber woran kann man eine Hausse wirklich erkennen? Hier sind einige Indikatoren:

Sinkende Arbeitslosenquote

Während einer Hausse sinkt oft die Arbeitslosenquote. Menschen mit Arbeitsplätzen haben mehr Geld zur Verfügung, was die Unternehmensgewinne steigert.

Höhere Hochs und höhere Tiefs

Ein solches Muster zeigt einen Aufwärtstrend im Markt an und weist auf allgemeine Wertsteigerungen der gehandelten Vermögenswerte hin.

Aktueller Trend in den Marktindizes

Eine Hausse tritt in der Regel auf, wenn ein breiter Marktindex um 20% oder mehr innerhalb eines Zeitraums von mindestens zwei Monaten steigt.

Eine akkommodative Zentralbank

Wenn Zentralbanken, wie die Europäische Zentralbank oder die Federal Reserve, eine lockere Geldpolitik verfolgen, kann dies zu einer Hausse führen. Niedrigere Zinssätze und eine erhöhte Geldmenge können die Wirtschaft stimulieren.

Steigendes Anlegervertrauen

Während einer Hausse sind Anleger oft optimistisch in Bezug auf die zukünftige Marktperformance, was zu erhöhter Kaufaktivität und höherer Nachfrage nach Aktien führt.

Aber nicht nur positive Faktoren können den Markt beeinflussen. Es gibt auch diverse Faktoren, die eine Hausse beenden können.

Was bringt eine Hausse zum Ende?

Es ist genauso wichtig, zu wissen, wann eine Hausse enden könnte, wie sie zu erkennen. Hier sind einige der Faktoren, die eine Hausse beenden könnten:

Ende Hausse - Bullenmarkt

Faktoren, die das Ende einer Hausse signalisieren könnten

FaktorBeschreibung
Höhere InflationSteigende Preise verringern die Kaufkraft der Verbraucher und können den Wert von Finanzanlagen erodieren.
Steigende ZinssätzeErhöhen die Kreditkosten und können Investitionen und Konsum drosseln, was den Aktienmarkt belastet.
Wirtschaftliche AbkühlungEine Abschwächung der Wirtschaftsleistung kann Unternehmensgewinne und Anlegervertrauen reduzieren.
Geopolitische EreignisseGlobale Krisen können zu Marktunsicherheit führen und Investitionen dämpfen.
Sinkendes AnlegervertrauenEin drastischer Vertrauensverlust kann Aktienkurse fallen lassen und eine Hausse beenden.

Die Anzeichen des Endes einer Hausse sind oft subtiler als die ihres Beginns. Dennoch ist es für Anleger von entscheidender Bedeutung, wachsam zu bleiben und ihre Anlagestrategien entsprechend anzupassen.

FAQ – Hausse an der Börse

Was unterscheidet die Hausse von der Baisse?

Während eine Hausse durch steigende Aktienkurse und Optimismus der Anleger gekennzeichnet ist, ist die Baisse das genaue Gegenteil. Hierbei handelt es sich um einen Markt, der durch fallende Aktienkurse und einen pessimistischen Ausblick gekennzeichnet ist.

Wie lange dauert eine typische Hausse?

Es gibt keine feste Dauer für eine Hausse. Einige können Monate andauern, während andere Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern können. Die längste bekannte Hausse dauerte von 2009 bis 2019.

Ist es möglich, den Beginn einer Hausse vorherzusagen?

Während es Indikatoren gibt, die auf eine bevorstehende Hausse hinweisen könnten, ist es fast unmöglich, ihren genauen Beginn oder ihr Ende genau vorherzusagen.

Welche Strategien kann ich während einer Hausse anwenden?

Anleger tendieren dazu, in einer Hausse aggressiver zu investieren, da der Markt tendenziell steigt. Strategien können das Kaufen und Halten, die Diversifikation über mehrere Sektoren oder das Verfolgen des Marktmomentums umfassen. Es ist auch wichtig, diszipliniert zu bleiben und regelmäßig umzuschichten.

Fazit

Die Hausse an der Börse ist ein faszinierendes und oft profitables Phänomen für Investoren. Es ist jedoch entscheidend, die Zeichen und Indikatoren zu erkennen und seine Investitionsentscheidungen sorgfältig zu überdenken. Während der Markt von Natur aus zyklisch ist und sowohl Höhen als auch Tiefen hat, kann das Verständnis und das richtige Navigieren durch eine Hausse den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg an der Börse bedeuten. Indem Sie sich kontinuierlich bilden und wachsam bleiben, können Sie die Vorteile einer Hausse nutzen und gleichzeitig potenzielle Risiken minimieren.